Aktuelles

Geschäftsführer gesucht (w/m/d)

Unser Verein Kettenmenschen/ Freundeskreis St. Camille ist die wichtigste deutsche Hilfsorganisation, die sich um psychisch Kranke in Afrika kümmert. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern versorgen wir rund 1500 Kranke in der Elfenbeinküste und in Burkina Faso. Psychisch kranke Menschen werden in diesen Ländern häufig an Ketten gefesselt, aus Überforderung und Angst. Weite Teile der Bevölkerung glauben bei psychischen Störungen an Dämonen, die von den Betroffenen Besitz ergriffen habe. Die Menschen werden oft Jahre an der Kette gehalten.

Der Verein arbeitet seit 15 Jahren mit Partnern vor Ort, die gegen die Ketten anzugehen versuchen und eine moderne Psychiatrie mit Akutzentren, Reha und Wiedereingliederung in die Familien aufbauen. Große Hilfsorganisationen sind bedauerlicherweise auf dem Feld der Psychiatrie in Afrika nicht aktiv. Aufgrund der zunehmenden Aufgabenfülle suchen wir nun zum 1.10.2018 eine/n GeschäftsführerIn mit Pioniergeist.

Der Aufgabenbereich umfasst u.a.
  • Projektentwicklung mit unseren Partnern in der Elfenbeinküste und in Burkina Faso. Begleitung bestehender und neuer Projekte vor Ort. Verbesserung der Lebensbedingungen in der Akutpsychiatrie, Ausbau des ambulanten Netzes, Förderung der Weiterbildung des medizinischen und pflegerischen Personals.
  • Betreuung und Verbesserung der Vereinsverwaltung in Deutschland, Spenderbetreuung und Buchhaltung. Bearbeitung von Förderanträgen, Einholen von Förderungen und Spenden.
  • Information der Öffentlichkeit durch Vorträge, Erstellung von Informationsmaterial, auch für die Homepage www.kettenmenschen.de

Sie arbeiten initiativ und selbstständig in Abstimmung mit dem Vorstand.

Wir setzen voraus:
  • Fließend Französisch.
  • Ein Verständnis für interkulturelles Arbeiten, die Bereitschaft, behutsam und sensibel mit unseren Partnern zusammenzuarbeiten. Idealerweise bereits vertraut mit Lebensumständen und Arbeiten in Westafrika.
  • Die Bereitschaft für jeweils mehrere Wochen im Jahr zu reisen.
  • Die Bereitschaft, mit ehrenamtlichen Engagierten (Ärzten und Pflegepersonal) zusammenzuarbeiten.

Wir bieten: Die Chance, in einer entscheidenden Phase beim Aufbau unserer Organisation mitzuwirken und die Lebensbedingungen Tausender in der afrikanischen Psychiatrie zu verbessern. Wie sichern Ihnen zu, in Koordination mit dem Vorstand weitgehend selbstständig arbeiten zu können. Sie können Ihre Zeit größtenteils selbstständig einteilen. Die Stelle ist auf zwei Jahre befristet, im Fall einer erfolgreichen Zusammenarbeit möchten wir sie entfristen.

Wir erwarten Ihre Gehaltsvorstellungen. Sie arbeiten zunächst von Zuhause aus, regelmäßige Koordinationstreffen mit dem Vorstand/Besuch von Mitgliederversammlungen in Baden-Württemberg.

Wir würden uns freuen, Ihre Bewerbung entgegennehmen zu können. Rückfragen und Bewerbungen an: vorstand@kettenmenschen.de

Im Frauenzentrum Chu ist unsere Psychiaterin Dr. Theresia Alt herzlich willkommen.
Die Patienten wohnen in den renovierten Schlafsälen (im Hintergrund) der Männerpsychiatrie Nimbo in Bouaké.
Auf dem Gelände der Männerpsychiatrie: Gründungsmitglied Gerhard Steinhilper und Vorstand Wolfgang Bauer inmitten der Bewohner
Medikamentenausgabe unter freiem Himmel: die Patientinnen der Frauenpsychiatrie stellen sich an.
Ein Festzug zu Ehren von St. Camille: die Band zieht durch die Nationalstraße N1, der wichtigsten Route des Landes, um die Einweihung der renovierten Psychiatrie zu feiern.
Die Cheerleader tanzen mitten auf der Nationalstraße – die wurde wegen den Vereinsfeierlichkeiten von der Polizei gesperrt.
Großer Auftritt: Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch (Mitte) schaut der Tanzgruppe zu, die vor dem Männerzentrum aufmarschiert ist.
Reutlingen ist Partnerstadt von Bouaké. Die angereiste OB Barbara Bosch eröffnet die erweiterte Männerpsychiatrie Nimbo.
Die Einweihungstafel: sowohl Reutlingen, als auch die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit beteiligten sich an Kosten. Die Mittel der Stadt speisen sich aus einer Großspende der Firma Danzer.
Mit ihm fing alles an: St-Camille-Gründer Gregoire Ahongbonon (rechts) und der Vertreter des Erzbischof von Bouaké bei der Einweihung der Psychiatrie.
Reden bei der Eröffnung des Männerzentrums: Gregoire Ahongbonon (von links), der Gründer von St. Camille, die Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, ein Stammesältester und weitere Gäste
Reden bei der Eröffnung des Männerzentrums: Gregoire Ahongbonon (von links), der Gründer von St. Camille, die Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, ein Stammesältester und weitere Gäste
Die Bürgermeister von Boauké und Reutlingen durchschneiden gemeinsam am Psychiatrietor das Einweihungsband.
Fototermin der Ehrengäste: die Bürgermeister von Reutlingen und Bouaké, Vertreter des Erzbischofs und Leiter der Psychiatrie