Aktuelles

Es gibt gute Nachrichten aus der Elfenbeinküste: Wir sind erstmals Arbeitgeber. Für die Zentren in Bouaké (Elfenbeinküste) mit insgesamt 250 Kranken hat der Freundeskreis St. Camille einen zusätzlichen Psychiatriekrankenpfleger angestellt. Er kostet uns rund 450 Euro im Monat und verbessert die medizinische Betreuung deutlich. Außerdem haben wir die Gehälter des Personals mit einer kleinen Summe aufgestockt. Die meisten der 35 Betreuer, Zentrumsleiter, Köche, Fahrer verdienen bisher nur durchschnittlich 30 Euro im Monat.

Ein großer Erfolg ist der Ausbau der Infrastruktur: Mit 40000 Euro ertüchtigen wir das Reha-Zentrum Dar el Salam (Haus des Friedens) in Bouaké, ein weitläufiges Gelände mit viel fruchtbarem Ackerland.. Durch eine Großspende in Höhe von 21000 Euro des Lions Club Reutlingen/Ermstal war es uns möglich, in Dar El Salam einen 80 Meter tiefen Brunnen zu bohren, der das Zentrum auch in der Trockenzeit mit Wasser versorgt. Nach Jahren ohne Strom wurden auch die alten Leitungen erneuert. Geschützt wird das Areal durch eine Mauer, die die Patienten selbst hochgezogen haben. Immer wieder war das Vieh der Nachbarn über das Gelände getrampelt.

In Dar el Salam sollen die stabileren Kranken auf das Leben außerhalb der Psychiatrie vorbereitet werden - schließlich ist die Rückkehr in die Familien das erklärte Ziel. Wir realisieren ein landwirtschaftliches Projekt mit Beteiligung der Patienten. Unterschiedliche Gemüse- und Getreidesorten werden angepflanzt und geerntet, zur Eigenversorgung der Zentren und zum Verkauf. In Zusammenarbeit mit St. Camille in Bouaké haben wir einen Leiter für Dar el Salam angestellt, der die therapeutische Arbeit im Zentrum koordiniert und begleitet.

Im Frauenzentrum Chu ist unsere Psychiaterin Dr. Theresia Alt herzlich willkommen.
Die Patienten wohnen in den renovierten Schlafsälen (im Hintergrund) der Männerpsychiatrie Nimbo in Bouaké.
Auf dem Gelände der Männerpsychiatrie: Gründungsmitglied Gerhard Steinhilper und Vorstand Wolfgang Bauer inmitten der Bewohner
Medikamentenausgabe unter freiem Himmel: die Patientinnen der Frauenpsychiatrie stellen sich an.
Ein Festzug zu Ehren von St. Camille: die Band zieht durch die Nationalstraße N1, der wichtigsten Route des Landes, um die Einweihung der renovierten Psychiatrie zu feiern.
Die Cheerleader tanzen mitten auf der Nationalstraße – die wurde wegen den Vereinsfeierlichkeiten von der Polizei gesperrt.
Großer Auftritt: Reutlingens Oberbürgermeisterin Barbara Bosch (Mitte) schaut der Tanzgruppe zu, die vor dem Männerzentrum aufmarschiert ist.
Reutlingen ist Partnerstadt von Bouaké. Die angereiste OB Barbara Bosch eröffnet die erweiterte Männerpsychiatrie Nimbo.
Die Einweihungstafel: sowohl Reutlingen, als auch die Stiftung Entwicklungszusammenarbeit beteiligten sich an Kosten. Die Mittel der Stadt speisen sich aus einer Großspende der Firma Danzer.
Mit ihm fing alles an: St-Camille-Gründer Gregoire Ahongbonon (rechts) und der Vertreter des Erzbischof von Bouaké bei der Einweihung der Psychiatrie.
Reden bei der Eröffnung des Männerzentrums: Gregoire Ahongbonon (von links), der Gründer von St. Camille, die Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, ein Stammesältester und weitere Gäste
Reden bei der Eröffnung des Männerzentrums: Gregoire Ahongbonon (von links), der Gründer von St. Camille, die Reutlinger Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, ein Stammesältester und weitere Gäste
Die Bürgermeister von Boauké und Reutlingen durchschneiden gemeinsam am Psychiatrietor das Einweihungsband.
Fototermin der Ehrengäste: die Bürgermeister von Reutlingen und Bouaké, Vertreter des Erzbischofs und Leiter der Psychiatrie